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Manchmal fehlen mir ein bisschen die Worte. Immer wieder schenkt mir das Leben Momente, die so voller Glück und Liebe und Freude sind, dass ich es überhaupt nicht in Worte fassen kann. Ich hatte ein Familie für ein Coaching gesucht, die ich nicht kenne. So unfassbar viele haben sich in so kurzer Zeit gemeldet, ich wusste überhaupt nicht wie ich da auswählen soll. Am Ende habe ich es gemacht wie immer. Ich habe auf mein Bauchgefühl vertraut. Von Nadine hatte ich auf Facebook nur ihre Haare gesehen. Und ich wusste, dass sie Zwillingsmädchen haben. Mein Bauch hat einfach gesagt, nimm sie. Nimm sie, das wird großartig. Ganz sicher.

Als wir an der Location aus dem Auto gestiegen sind kam Flori singend auf mich zu, hat mich gemustert, sich angehört wie ich heißt, mir ihren Namen gesagt und mich umarmt. Nadine hatte ihr Zuhause schonmal ein Foto gezeigt und sie war super gespannt ob diese Miri wohl einen Hut dabei haben wird. In dem Moment hatte Flori mein Herz. Und ich ihrs. Vicky hat das Ganze erstmal aus sicherer Distanz begutachtet, aber nach kurzer Zeit hat ihre Schwester sie so angesteckt mit ihrer Freude, dass sie überhaupt keine Gedanken mehr an Scheu verlieren konnte.
Diese zwei Mädchen mit ihren vier dreiviertel in fünf Wochen fünf (ja wirklich, das ist Floris Alterangabe zu ihnen, den Zwingelingen) haben mich so, so unfassbar verzaubert, ich kann es nicht in Worte fassen. Und Nadine…
Mein Bauchgefühl wusste einfach, dass es richtig ist und bei ihrem ersten Hallo war mir klar warum. Sie ist so viel mehr als wunderschön. So bewundernswert und voller Herzenswärme, so voller Freude und tiefer Schönheit. Wirklich, ihr vier habt mein Herz zum Leuchten gebracht.
In dieser immer schneller werdenden Welt wo alles immer höher, weiter, größer wird, voller, schöner, großartiger, habt ihr mich zum ersten Mal seit langem wieder so berührt, dass es mich inspiriert. Sich um mich herum Gedanken drehen, die voller Schönheit und Leuchten und Zauber sind, voller Leichtigkeit und Ruhe, einfach für mich und niemanden sonst.

Am Ende hielt Vicky meine Hand, Flori meinen ganzen Arm und beide ein bisschen was von meinem Herz.

 

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Die Hochzeit von Kathi und Alex.
Wisst ihr, als wir uns kennengelernt haben war ich zweigeteilt. Mein Herz wusste, das wird ein wunderbares Fest mit so viel Liebe zum Detail und so viel Freude. Schon wie glücklich Kathi erzählt hat wie sie alles plant und wie unzählig viele Kleinigkeiten sie schon fast ein Jahr vorher fertig hatte, ich wusste dass wird großartig. Und dann war da mein Kopf. Denn Alex hat alles viel kritischer betrachtet als Kathi und ich saß zuhause und war wirklich ratlos ob ich die Beiden begleiten soll und ihnen gerecht werde. Ich hab wirklich kurz an mir gezweifelt. Jeder der mich kennt weiß, ich schätze Ehrlichkeit über alles, denn nur das bringt einen wirklich voran und wenn jemand ehrlich zweifelt, dann hat das irgendwo immer seine Berechtigung und ich für meinen Teil lasse mich dadurch zwar nie entmutigen aber ich nehme es mir zu Herzen und setze alles daran die Zweifel auszumerzen.

Kurz vor der Hochzeit der Beiden waren wir in Südfrankreich im Urlaub. Einmal waren wir wandern. Wir sind keine großen Wanderer und eigentlich kann ich das auch echt nicht ausstehen aber wir waren es eben. Sind einen Berg hochgelaufen den ich nie hochlaufen wollte und mit einer grandiosen Aussicht übers Meer belohnt worden.
Auf dem Rückweg wollte Jonas gerne einen anderen Wanderweg gehen. Ich wollte ihn schon alleine gehen lassen weil ich darauf nun wirklich keine Lust hatte aber ich wollte ihn auch nicht alleine gehen lassen – weil was wenn ihm doch etwas passiert? Es war schon früher Abend und wir sind niemandem begegnet also hab ich mich dazu entschieden mitzukommen. Aber mal ehrlich – für mich macht es absolut keinen Sinn beim Abstieg eines Berges einen Weg zu wählen, der mich wieder hoch laufen lässt. Wirklich nicht! Als wir dann diesen sinnlosen Berg oben erreicht hatten ging es endlich wieder runter.
Dieser Abstieg war der schlimmste meines Lebens.

Der superschmale Weg war so steil und rutschig, dass ich mich nach einem Sturz nur noch von Baum zu Baum gehangelt habe. Die Angst mir hier Hände und Füße zu brechen hat mich wirklich verzweifeln lassen. Ich hab in einer Tour nur noch geheult, geschrien und Äste aus dem Weg geschlagen – wenn ich mich nicht verzweifelt irgendwo festhalten musste.
Mein einziger Gedanke war – komm dort heil runter. In drei Tagen ist die Hochzeit von Kathi und Alex und du musst dort großartig sein. Die ganze halbe Stunde abwärts war das der einzige Gedanke, der mich noch irgendwie daran gehindert hat nicht völlig panisch und hysterisch zu werden. Als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte saß ich auf dem Boden und hab gelacht und geweint, das könnt ihr euch nicht vorstellen. (Am Ende des Beitrags gibt es übrigens noch zwei Bilder von diesem Abenteuer :) )

Dann kamen wir auf der Mittelburg in Neckarsteinnach an und ich glaube, ich war nie angespannter bei einer Hochzeit als bei dieser. Nicht mal bei meiner ersten. Bis ich in diesen Hof gelaufen bin. Dann fiel alles ab. All diese kleinen wunderbaren Dinge die Kathi liebevoll ausgesucht und entworfen hat, all diese Schönheit hat mich so umarmt, das ich keinen Kopf mehr hatte darüber nachzudenken ob es Alex auch gefallen und gerecht werden wird, wie ich das für sie sehe und festhalte.
An dieser Stelle sei gesagt – er hat nicht primär an mir und meiner Arbeit gezweifelt sondern eher daran, dass all das, was seine wunderbare Frau mit so viel Hingabe gestaltet hat auch wirklich so festgehalten wird, wie sie sich das wünscht. Dass all diese Momente mit all den Menschen und der Freude nachher auch wirklich echt sind, ungestellt und nah. Es war ihm so wichtig dass seine Kathi glücklich damit ist, was wiederum ihn glücklich macht.

Alex hat seine Kathi gefunden als sie am wenigsten danach gesucht hat.

Und wenn man die Beiden so ansieht, wie er sie zum Lächeln bringt weiß man, dass das Zuhause ist.
Denn auf das stille Lächeln in leisen Momenten kommt es an. Die sind es, die den Unterschied machen.
In all dem Trubel, zwischen all den Freunden und glücklichen Momenten
haben sie sich hier und da eines dieser Lächeln geschenkt,
das einem genau die Ruhe gibt, die man gerade braucht und genau die stille Liebe.

Nachdem die beiden ihre Bilder bekommen haben
(oh als das Päckchen dann draußen war, war ich wieder SO angespannt.) habe ich eine der schönsten Mails überhaupt bekommen.
Heute bin ich für diese Erfahrung so dankbar.
Dafür, dass Kathi in mich vertraut und an mich geglaubt hat,
ich an den Zweifeln gewachsen bin und am Ende eine Wertschätzung erfahren habe, die ehrlicher nicht hätte sein können.
Die beiden waren so glücklich mit all den Momenten, dass ich selbst fast übergelaufen bin vor Freude.
Am Ende war das ein bisschen wie dieser Aufstieg auf diesen Berg. Ich wurde mit etwas unbezahlbarem belohnt.
Diese Hochzeit war für mich unbezahlbar wertvoll. Wirklich.

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Hier noch zwei Bilder von der Aussicht auf Fréjus und seine Bucht im Dunst und uns als wir die Hälfte wieder abgestiegen waren. Am Ende sind wir vom linken Bildrand bis zu dem Turm gelaufen und weiter  den Berg wieder runter bis in die Senke bevor es wieder hoch geht. Runter ging es dann einen Pfad durch die Bäume. Der Horrorweg kam aber erst nach diesem Foto.
Wären wir doch mal diesen Weg hinter uns weiter gelaufen… Aber am Ende hatte das schon alles seinen Sinn.
Immer wenn Jonas mich und sich nicht irgendwo festhalten musste hat er es sich übrigens nicht nehmen lassen, den Weg zu filmen, damit das auch unbedingt für die Nachwelt festgehalten ist.

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Oh die Hochzeit von Sarah und Bernhard war eine ganz Besondere für mich.
Manche wissen das vielleicht, die meisten hier wahrscheinlich nicht – alles, was mein Leben heute ausmacht, hat seine Wurzeln in Kwick. Alles. Jonas, meine Liebe zum Schreiben, Menschen die mich viele Jahre begleitet und geprägt haben. Am 22. Juli 2017 habe ich einen Menschen aus dieser Zeit begleitet und es war mir eine solche unglaubliche Freude. Wie einige Menschen, die mich heute noch verfolgen hat auch Sarah mich über meinen Blog gefunden. Glaube ich. Aber das ist auch ganz egal, es ist über 10 Jahre her. Wir haben uns nicht oft gesehen (außer zu Kinderpunsch auf dem Weihnachtsmarkt), nur hin und wieder miteinander geschrieben aber wir haben einen, für Sarah wirklich prägenden Moment zusammen verbracht (und anschließen PUR Open Air am Viadukt genossen <3).

 Als das hier alles angefangen hat mit der Fotografie hat Sarah gesagt, wenn sie ihren Bernhard heiratet, dann werde ich dabei sein. Oh glaubt mir ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr ich mich gefreut habe als es dieses Jahr dann endlich soweit war. Nach über 12 Jahren haben sich die Beiden vor ihren Liebsten ihr Ja Versprochen. Nachdem sie ein Jahr zuvor in Las Vegas Standesamtlich geheiratet hatten, was Sarahs großer Traum war, haben sie diesen Sommer ein ausgelassenes Fest mit all ihren Freunden und der Familie Zuhause gefeiert und mit kurzen Durchhängern hat auch das Wetter fast immer mitgespielt. So viel Zeit haben sie in all die kleinen Details gesteckt um am Ende etwas so großartiges zu erleben. Ein Fest voller großer und kleiner Gefühle für zwei Menschen, die füreinander gemacht sind und in so jungen Jahren schon fast ihr halbes Leben miteinander verbracht haben.
Die Beiden hatten ihre Traumhochzeit und sie für sie festzuhalten war mir eine wirklich große Freude.
Irgendwie war es auch für mich ein wunderbarer Moment um festzustellen, dass alles, wovon wir vor Jahren gesprochen hatten, wahr geworden ist. Als Sarah mir das damals gesagt hat, dass sie sich wünscht, dass ich irgendwann ihre Hochzeit fotografiere, da hatte ich meine Erste noch gar nicht fotografiert und nach so viele Jahren zu sehen, dass sich alles fügt ist ein wunderbares Gefühl.
Diesen Sommer werde ich die Beiden dann schon wieder sehen, denn es gibt wieder etwas zu feiern – sie werden Eltern von Zwillingen.
Darauf ein bisschen Konfetti!

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Wir sind Menschen. Wirklich. Wir sind keine Listen.
Jede Hochzeit hat sein Budget. Und jede Anfrage läuft darauf hinaus, dass es ein Angebot gibt. Aber es gibt Anfragen und Anfragen.

Ich habe innerhalb von 2 Tagen drei Anfragen für Hochzeiten bekommen, die ohne zu Zögern drei Absagen bekommen haben. Die Mail von heute war diese:
—–
Könntest du mir eine detailierte Preisliste für Fotoreportagen schicken? Auch würde ich gerne wissen wie du Anfahrt etc. verrechnest.

Liebe Grüße, X

Das war meine Antwort.

Hallo liebe X,
es freut mich sehr, dass ihr euch gefunden habt und ja zu einander und einem gemeinsamen Leben sagt.
Mein Name ist Miri. Ich bin ein Mensch, der sein Bestes gibt, die Momente voller Liebe und Freude für jemanden für immer festzuhalten.
Ich bin keine Preisliste. Und ich komme keinen Aufforderungen nach.
Ich bin jemand mit Herz und Leidenschaft so wie viele andere Kollegen und wir verdienen ein bisschen mehr als solch eine Mail.
Wirklich. Wir verdienen mehr.
Gib dem Dienstleister das Gefühl, dass es um seine Arbeit geht. Sonst kannst auch du nichts Besonderes erwarten. Denn dann seid ihr einfach nur ein Auftrag. Mehr nicht.
Ich wünsche euch alles Gute bei der weiteren Suche.
Alles Liebe,
Miri
—–
Wir sind keine Angebote und unsere Arbeit ist nichts, was man mit 25 anderen vergleichen muss. Wir sind Dienstleister, ganz egal in welchem Bereich, die das, was sie machen, mit Liebe und voller Leidenschaft tun und wir verdienen ein bisschen mehr als das. Denn was wir machen, machen wir mit allem, was wir geben können.
Ich weiß, es gibt für jeden ein Budget. Das wissen wir alle. Aber das hindert niemandem daran herauszufinden wem man schreibt. Und ihm mit etwas Respekt zu begegnen.
Es gibt Mails und es gibt Mails. Ob etwas zusammen passt entscheidet sich in drei Zeilen. Die erste Mail reicht um zu wissen, ob es um unsere Arbeit geht oder ausschließlich um den besten Preis. Drei Zeilen. Drei einfache Zeilen.

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Da geh ich hin, da kann man richtig tolle Bilder machen.
Nein. Einfach nein. Die Welt ist viel zu schön um alles in Bildern zu sehen. Um sich an jeden Ort nur mit schönen Bildern und keinem einzigen Herzschlag zu erinnern. Um alles nur durch Linsen zu sehen, hinter Glas zu stehen und zu beobachten, statt die Schönheit um sich herum zu erkennen.
Man geht nirgends hin um schöne Bilder zu machen. Man sieht sich nichts an um schöne Bilder zu machen. Das sollte für uns sein. Für unser Herz, für unsere Seele. Für keine Festplatte und keine Speicherkarte. Nur für die Erinnerung, für das Lächeln, wann immer man es ansieht.
Vor zwei Jahren habe ich ein Bild gemacht, mit einer alten, analogen Kamera, unten am Strand, den wir 4 Stunden lang gesucht haben. Wir sind einmal um eine ganze, wunderschöne Insel gefahren um am Ende einen Strand zu finden, der 200 Meter hinter unserem Ausgangspunkt lag. Er war ganz steinig und kieselig und wir konnten keine ganze Stunde ins Wasser gehen, weil wir solange um die Insel gefahren sind, dass die Sonne schon fast hinter den Klippen war. Und dann, dann saß Jonas da, auf meinem blauen Tuch, tropfnass mit seinen langen Haaren und dem Handtuch um die Hüfte und ich hatte diese alt Konica in der Hand, weil ich unbedingt ein Bild von diesem Strand haben wollte, auf Film. Warum auf Film? Weil wir 4 Stunden um diese Insel gefahren sind. 4 Stunden. Der Strand war so besonders für mich, dass ich das auf keiner Festplatte und keiner Speicherkarte haben wollte. Es sollte Pur sein, genau so wie der Moment es war. Und Jonas saß da und hat zu mir hochgeschaut und gelächelt. Er hat mich so angelächelt das ich garnicht bemerkt habe, dass ich ein Foto gemacht habe. Ich kann mich nicht daran erinnern. Ich kann mich einfach nicht daran erinnern. Aber ich sehe ihn immernoch vor mir sitzen. Wie er mich anlächelt. Ich hab die Kamera ein Stück sinken lassen und dabei muss ich wohl instiktiv das Foto gemacht haben. Für mich das schönste Foto aus diesem Urlaub und vielleicht sogar überhaupt. Es steht auf meinem Schreibtisch, in einem Bilderrahmen, den wir im nächsten Urlaub in einem kleinen Antiquitätenladen gekauft haben und immer, wirklich immer, wenn ich es sehe muss ich lächeln. Ganz egal wie traurig ich bin, wie wütend oder erschöpft, wenn ich dieses Bild ansehe setzt mein Herz kurz aus und schlägt danach ein bisschen leichter weiter. Und ich bin so unendlich glücklich darüber, dass ich überhaupt nicht bemerkt habe, dass ich ausversehen ein Foto gemacht habe. Weil ich glaube, wenn ich es gewusst hätte, hätte er mich nicht so angelächelt. Dann hätte ich eine Kamera vor dem Gesicht gehabt und der Moment wäre vielleicht ein ganz anderer geworden. Wir leben für den Moment. Er ist das kostbarste, das wir haben. Und wir sollten jeden Moment fühlen und erleben, in unserer Erinnerung konservieren, in unseren Marmeladengläser verschließen und sie hüten wie unseren größten Schatz. Dieses Bild gehört zu meinen größten Schätzen. Weil es das nur genau ein einziges Mal gibt. Es existiert nur auf diesem Papier. Und immer wenn ich es ansehe bin ich ganz bei mir. Ich habe den großartigen Film -Das erstaunliche Leben des Walter Mitty. – vor einem Jahr im Kino gesehen. Dort sitzt ein Fotograf irgendwo im Gebirge beim Mount Everest und wartet auf einen Schneeleoparden, die Geisterkatze, weil sie so selten zu sehen ist. Er wartet dort im Schnee, seit Tagen und irgendwann kann man ihn sehen und der Fotograf wartet und wartet und wartet. Er drückt nicht ab. Er schaut nur zu.
– When are you gonna take it? – Sometimes I don’t. If I like a moment, I mean, me, … personally, I don’t like to have the distraction of the camera. I just want to stay … in it. – Stay in it? – Yeah, right there. Right here. [Wann drückst du auf den Auslöser?- Manchmal gar nicht. Wenn mir ein Moment gefällt, ich meine, mir … persönlich, dann will ich nicht, dass mich die Kamera irgendwie ablenkt. Dann will ich einfach nur … darin verweilen. – Darin verweilen? – Ja, so wie gerade. Hier und jetzt.]
Das ist es. Wir leben für Momente. Nicht für schöne Bilder.

Und wir sollten jeden Tag Konfetti regnen lassen und darin tanzen.

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Gestern bekam ich eine Mail von einer Mutter, die furchtbar traurig und enttäuscht war.
Es gibt keine Bilder von der Konfirmation ihrer Tochter. Ein paar Handyfotos, und ein paar mit der kleinen Kompaktkamera, aber all die schönen Momente mit der Familie, die ausgelassene Stimmung und das ganze Lächeln drumherum hat niemand für sie festgehalten. Sie wurden zwar erlebt und gefühlt, aber man kann sie nicht wieder zurück holen. Nicht nocheinmal lachen, alles nicht noch einmal genau so erleben und sich an all die Kleinigkeiten genau so erinnern, wie sie waren. Dabei hatten sie einen Fotografen engagiert. Sie wussten, dass sie das gerne hätten, also haben sie einen Freund gefragt. Jemanden, der das eben gerne in seiner Freizeit macht und auf allen Festen immer super Bilder macht. Er ist nur leider einfach nicht gekommen. Vielleicht war etwas anderes wichtiger, vielleicht hat er es vergessen, wer weiß. Er war nicht da. Und jetzt versucht diese Mutter ihrer Tochter das irgendwie noch zu retten. Damit sie wenigstens schöne Familienbilder bekommt, die sie sich so gewünscht hat, auch wenn es die Stimmung an diesem Tag nicht wieder zurück bringen kann.
Letztes Jahr wurde ich drei Tage vor einer Hochzeit gefragt, ob ich Zeit hätte. Ihr befreundeter Fotograf ist jetzt leider unverhofft in den Urlaub gefahren und sie haben jetzt niemanden. Dieses Jahr wurden drei gebuchte Hochzeiten wieder abgebucht, weil sie einen Fotografen aus dem Bekanntenkreis gefunden haben, der das günstiger macht oder sogar für umsonst. Und wenn ich das höre, dann fällt mir dazu nur ein Gedanke ein. Ich hoffe ihr werdet das nicht bereuen. In diesem Moment geht es mir um kein Geld der Welt. Ich muss davon noch nicht leben, mir brechen keine 2 Monatsmieten weg und generell steht Geld für mich nicht an erster Stelle. Ich wünsche diesen Menschen immer nur, dass sie es einfach nicht bereuen werden. Wegen ein paar Euro. Es gibt Momente im Leben, auf die freut man sich, auf die fiebert man hin, man steckt so viel Kraft und bei einer Hochzeit auch sehr viel Geld hinein. Und dann, dann spart man an dem einzigen Menschen, der es einem möglichen machen kann, diese Momente wirklich greifbar zu machen. Ganz plötzlich fährt man all seine Ansprüche herunter und und schaut auf den Preis. Natürlich kann das gut gehen. Wenn meine Bekannten mich buchen wird das auch gut gehen. Aber es gibt Unterschiede. Im Gegensatz zu Freund Herbert und Onkel Horst verdiene ich mein Geld damit. Ich habe unbezahlbare Erfahrungen gesammelt, immer einen Plan B in der Hand und vorallem kann ich Sicherheit gewährleisten. Wenn ich mir zwei Tage vor einem Termin den Arm breche, werde ich mir den anderen dafür ausreißen, dass mich jemand vertritt, dem ich selbst meine schönsten Momente anvertrauen würde. Natürlich kann es gut gehen und natürlich gibt es Freunde und Bekannte die gerne und gut fotografieren und eure Wünsche auch genau treffen. Aber es kommt nicht selten vor, dass man am Ende nicht lächelt. Nicht glücklich über das ist, was man bekommt. Seine Erwartungen nicht erfüllt sieht. Natürlich kann einem das auch passieren, wenn man einen gelernten Fotografen bucht. Ich habe mir das fotografieren selbst beigebracht weil ich dachte, das was es gibt (und was ich vor der Zeit von Facebook eben aus Läden so kannte) kann nicht alles gewesen sein. Überlegt euch gut, wem ihr etwas anvertraut, das euch wichtig ist. Und wenn euer Budget knapp ist, meine Güte, dann gibt es eben keine 3 stöckige Hochzeitstorte sondern eine Einfache und kleine Cupcakes. Oder keinen Schnaps. Oder was auch immer. Lasst ein paar Euro, und ja, auf ein Leben gerechnet sind es ein paar Euro, keine solch wichtigen Momente bestimmen. Es geht um Momente voller Leben und Freude, die euch keiner später mehr retten kann. Zeit kann man für kein Geld der Welt wiederholen um dann alles anders zu machen.
Ganz egal was ihr festgehalten haben wollt, findet jemanden, dessen Arbeiten euch nicht nur gefällt, sondern die ihr fühlt. In deren Handschrift ihr euch wiedererkennen würdet. Lernt ihn kennen und habt ein gutes Gefühl dabei. Es geht um mehr als schöne Fotos. Es geht um das Gefühl dahinter. Es geht um unbezahlbare Momente.