Alles.

Wenn ich sage, dass ich dich will, dann meine ich alles. Dann meine ich deinen unveränderten Blick, wenn ich dir deine Nase klaue und mich darüber freue, während du keine Miene verziehst und dass du mir am nächsten Morgen meine klaust und dabei lächelst. Du dich von mir wegdrehst, wenn wir uns nichts zu sagen haben und trotzdem meine Hand hältst, wenn ich nachts irgendwann aufwache. Dass du mich Tagsüber manchmal vergisst und mich abends daran erinnerst, dass wir noch verabredet sind, dass ich das nicht vergessen darf und dass du auf mich wartest. Wenn ich sage, du bist es, dann meine ich alles. Dann meine ich dein Grummeln, wenn du aufwachen sollst, deine tiefen Atemzüge, wenn ich mich überschlage und deine verdrehten Augen, wenn meine Zunge schneller ist als mein Verstand. Deine schlechte Laune und meine, wenn du Dinge sagst, die ich nicht hören will, deine offensichtlichen Vorwürfe und die versteckten Komplimente. Wenn ich sage, dass es um dich geht und alles andere nebensächlich ist, dann ist das, weil es dir um mich geht. Weil du wach bleibst und dir deinen Kopf für mich zerbrichst, mich antreibst, an mich glaubst. Weil du meine Fehler beim Namen kennst. Jede Narbe hast du gesehen, hast dich über meine tiefsten Abgründe gelehnt, in ihre Schwärze geblickt und bist geblieben. Du erschrickst nicht, wenn ich dich an der Hand nehme, um dir die Schatten meiner Nächte zu zeigen. Du erschrickst einfach nicht. Du hältst mich nur im Arm und träumst mich mit dir fort.

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