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Meer sehen.

Ganz spontan und eigentlich völlig unerwartet haben wir es irgendwie gechafft dieses Jahr doch noch ans Meer zu kommen. Eigentlich wollten wir im Herbst nach Südfrankreich aber eigentlich hätten wir dann plötzlich im Oktober einziehen sollen und eigentlich war sonst nirgends Zeit.
Aber irgendwie haben wir es geschafft, dann doch genau eine Woche Zeit zu finden um ans Meer zu fahren. Im Kalender sah das so aus: Freitag Hochzeit Bodensee, Samstag Hochzeit Tübingen, Sonntags noch ein Shooting und nachts dann endlich ab ans Meer. (Bevor es dann den Dienstag drauf wieder heim ging und Mittwochs direkt wieder an den Bodensee zu drei weiteren Hochzeiten und noch eine am Samstag. Wir hatten also ungefähr fast genau soviele Hochzeiten direkt vor und nach dem Meer wie Tage im Urlaub und eigentlich hätten wir wirklich erst später gehen sollen um uns zu erholen, aber was wir uns vornehmen klappt eh nie so, wie wir uns das denken. (Außer unser Garten. Oh unser Garten ist GENAU so geworden wir er sollte. Auf Instagram gibt’s von mir ja echt nicht viel, aber vom Garten gibts zwei Fotos)

Aber das war am Ende irgendwie alles egal, weil wir waren am Meer. Und mehr brauchen wir auch nicht. Echt. Wir waren am Meer mit Wind im Haar und Wellen, mit unseren Lieblingsspielen im Gepäck und dem Flugmodus im Handy. Wir haben jeden zweiten Abend frischen Fisch gegessen, waren Minigolf spielen, haben Drachen steigen lassen und hatten Sand zwischen den Zehen. Wir waren am Meer und trotzdem einen ganze Tag im Bett und es war wunderbar. Wir haben jetzt eine Strandmuschel und Windjacken. Wir werden spießig. Wir hatten ein Dach über dem Kopf, ein festes, wir haben praktische Windjacken, wir haben wirklich wenige praktische Dinge. die meisten sehen eher gut aus, und wir haben jetzt eine Strandmuschel in blau und gelb. Ich dachte immer soweit kommt es nie. Niemals. Aber uns fiel wirklich nichts besseres ein als Spießer zu werden, wenn wir stundenlang am Meer sitzen und unsere Bücher lesen wollten. Einen Tag haben wir dann noch in Hamburg verbracht. Also eher einen halben. Wir sind so durch Hamburg gelaufen und mit dem Schiff gefahren und irgendwie – ist diese Stadt nichts für uns. Irgendwann haben wir uns auf der Sternschanze angesehen und kurzerhand beschlossen unser Hotel zu stornieren und einfach direkt nach Hause zu fahren.
Ich mag die Nordsee. Aber irgendwie. Ist das nichts für uns. So unbeweglich zu sein. Immer an einen Fleck gebunden. Nicht hinzufahren wo wir können wann immer wir wollen, so lange wir wollen und immer dasselbe zu sehen. Jeden Sommer sagen wir uns, wir zelten nie, nie wieder. Aber darin steckt Freiheit. Und vielleicht, vielleicht haben wir nächstes Jahr wieder einmal keine Ahnung wo wir schlafen sollen – und finden es plötzlich wieder großartig.

PS: Die super Weichzeichnerqualität ist von Jonas Handy, die kann man bei der Frontkamera einfach nicht
ausstellen oder die Technik ist zu hoch für uns und für die hintere Kamera sind wir leider zu talentfrei.
Und jetzt – findet heraus wie Jonas aussieht, wenn er über mich lacht. (Ja ÜBER!) Das erkennt man sofort.

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Was Jonas mit den ganzen Stativen gemacht hat seht ihr Hier.

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Kroatien. Das war unser Urlaubsziel 2015. Und wir haben das ganze schon bestimmt ganze drei Monate vorher entschieden. Mit dem Vorsatz “Nie wieder Zelt” (den haben wir jedes Jahr, es hat noch nie geklappt) haben wir voller Freude eine kleine schöne Ferienwohnung direkt am Meer und genau in der Mitte der Küste Kraotiens gefunden. Aber es wäre nicht unser Urlaub, gäbe es keine 456789 Haken. Der erste Haken: Die Wohnung war nur für eine Woche frei. Aber wir hatten doch 11 Tage Urlaub. Und da wir uns natürlich nicht festlegen konnten wo genau wir jetzt was mit Air BnB buchen… ihr ahnt es schon… kam eben wieder unser treuster Begleiter aus dem Keller in dem Kofferraum. Weil wir eben doch ein bisschen Freiheit brauchen und irgendwelche gebuchten Zimmer geben uns die nicht. Leider hat unsere riesige Luma nach unserem letzten Urlaub den Geist aufgeben (was ich übrigens vergessen hatte, deswegen hab ich am Vorabend noch 2 Stunden nach ihr gesucht) aber ich dachte, hey komm wir haben Jahre lang zu zweit auf einer 90 Zentimeter-Matratze geschlafen, die 90 Zentimeter Luma tuts auch. Macht das nie. NIEMALS. DAS SIND KEINE 90 ZENTIMETER! Das sind villeicht 50. oder 60. Aber niemals mehr. Niemals. Aber. Ganz das jahrelange Camperkind, hatte ich, weil es in Kraotien ja fast nur Steinstrände gibt, einen Liegestühl eingepackt. Dafür durfte ich mir am ersten Tag erstmal sehr sehr viel Gelächter von Jonas anhören. Braucht ja auch niemand, wir sind ja jung. Ja. Klar. Wenn der wüsste, dachte ich mir da. Der wird schon sehen.
Und so kam es also in der ersten Nacht, dass diese 30 Zentimeter wirklich nicht für uns Beiden gereicht haben ohne dass einer immer runterkullert. Also haben wir den tollen Liegestuhl ins Zelt gezwängt. Das immernoch keinen Namen hat. Sogar mein Navi hat einen Namen. Wir brauchen einen Namen für dieses Zelt. Auch wenn wir es nie, nie, nie wieder benutzen wollen. Das geht eh schief. Also, jemand einen Vorschlag? Der Liegestuhl hat – mit offener Zelttür – dann auch reingepasst. Man war ich klug den einzupacken, wa?
Also sind wir die ersten 4 Tage mit dem Zelt rumgefahren, wohin wir auch wollten. Im Campingplätze finden sind wir mittlerweile auch echte Kings. Meistens. Manchmal auch nicht so. Immerhin haben wir schon für 9 Euro die Nacht auf einem Platz gastiert, da hat man gewissen Ansprüche.
Irgendwann kam dann aber der Tag der Tage. Unsere erste Ferienwohnung. So richtig. (Weil mal ehrlich, Zelt ist schön und gut aber nicht bei 35 Grad Außentemperatur.)
Aber was wäre alles ohne Haken. Die uns hinterlassene kroatische Telefonnummer war leider leider nicht vergeben. Was ein Jammer. Also waren wir erstmal ne Runde am Meer schwimmen und Eis essen. (Am Kiselstrand. Oh was ein Glück dass ich einen Liegestuhl eingepackt habe, ich Rentner. Und einen Klappstrandstuhl.) Und irgendwann, irgendwann rief uns der Vermieter der Wohnung an, der immerzu auf unseren Anruf wartete. Yay! Wir konnten endlich einziehen. Mit einem herrlichen Blick über die ganze Bucht und – ganz luxuriös – Klimaanlage.
Wir waren auf abenteuerlichen Straßen unterwegs (wir stehen nicht so auf volle Strände. Und Ein Land, das durchgängig Küste hat, bietet wirklich viele abenteuerliche Wege um an verlassene Orte zu kommen. Ja echt. Wir haben ein paar Bilder dazu. Verloren haben wir auf diesen Wegen zwei Gitter, eine halbe Abdeckung und fast unseren Auspuff. Aber nur fast. Aber egal. Dafür waren wir alleine und konnten nackt baden. (Das ist ein Freiheitsgefühl, das kann nur verstehen, wer die Hüllen schonmal hat fallen lassen. Ehrlich.)
Und am Schluss haben wir sogar einen alten Mann gefunden, der aus unsere Mustang wieder ein Pony gemacht und unseren Auspuff repariert hat. Der hat nichtmal hallo gesagt. Der hat uns einfach nur gehört und in seine Garage gewunken, das Ding gerichtet und 15 Euro in den Dreck auf der Scheibe geschrieben. So läuft das da.
Und übrigens habe ich nicht einmal in der Toskana so unfassbar leckere Pizza gegessen wie in Kroatien.
Dieses Land hat nich die tollsten alten Stände und nicht die imposantesten Bauwerke mit uralter Geschichte, aber eine wunderbare, fast unberührte Landschaft, die man entdecken kann, wenn man sich nur traut auch mal den ein oder anderen Schotterweg langzufahren.

PS: Bei dem roten Bulli sind wir übrigens sehr sehr glücklich weil wir wieder festen Boden unter den Füßen haben und dass der alte man uns Schnur gegeben hat, um die Abdeckung von unten wieder festzubinden (was übrigens nur so gut geht weil wir die Gitter verloren haben. Sonst hätte ich das nirgends festbinden können. Die Konstruktion hält übrigens bis heute tadellos.)

Die Bilder sind übrigens alle mit der Fuji X20 gemacht worden.

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Ende Februar waren wir für 8 Tage in der Türkei auf einer Rundreise.
Die Reise hatte Jonas Opa vor einiger Zeit gewonnen und wir durften sie antreten. Was viele nicht wissen- bei gewonnen Reisen kommen trotzdem noch einige Kosten auf einen zu. Saisonzuschlag, Flughafengebühren, Kerosinzuschlag, etc. ist alles nicht im Gewinn enthalten, genau so wie das, was man vor Ort alles sehen kann.